Die Excel Saga ist wirklich kein konventioneller
Anime. Er hat seinen eigenen, unwiderstehlichen Charme, ist urkomisch und absolut
sinnlos. Eine Story sucht man vergebens, dafür bekommt man einen Lacher nach dem anderen
geboten. Excel Saga, was soviel wie "Aufmerksamkeit erregende Geschichte"
bedeutet, ist einfach nur verrückt und durchgeknallt. Die mit vagen Fantasy und Science Fiction Elementen beladene Geschichte spielt in einer beliebigen Stadt einer japanischen Provinz, (wo auch sonst *gg*) in der das
blonde, durchgedrehte Mädchen Excel für die Organisation "Across" arbeitet,
deren Auftraggeber sich vorgenommen hat die Weltherrschaft an sich zu reißen (kenn ich doch
irgendwoher *g*). Man will ja nicht gleich übermütig werden und somit beschließt man es erst einmal mit dem eigenen Wohnort zu
versuchen. Excel würde alles für ihren Chef und "Across" tun, sie ist eben total vernarrt in
ihn. Obwohl der sie schon ein paar mal - ohne mit der Wimper zu zucken - umgelegt
hat, woraufhin das "Universum" namens I´z-chan sie wieder zum Leben erwecken muss - und das gleich fünfmal allein in der ersten Episode!
Alles verstanden? Wenn nicht ist es auch nicht
schlimm. Bei Excel Saga muss man halt einfach nur lachen, ganz gleich ob man nun versteht was gerade auf dem Bildschirm passiert oder
nicht. In der zweiten Episode bekommt Excel dann Verstärkung. Prinzessin Hyatt
landet, eingepackt in einer Art gläsernen Sarg und mit einer Horde niedlicher Tierchen (Pokemon nicht unähnlich *grusel*) in einem riesigen Raumschiff auf der
Erde. Diese Verpackung hat auch einen Grund, denn Hyatt ist anfällig für alle möglichen
Krankheiten, kann nicht sprechen ohne massenweise Blut zu spucken, fällt gelegentlich in Ohnmacht und ist manchmal so
schwach, das sie sich nur noch kriechend fortbewegen kann. Sie wird rasch zu Excels
Freundin, oder wäre es, wenn sie nicht die Hälfte der Zeit immer wieder mal
tot wäre (mehr Arbeit für I`z-
chan). Das ist natürlich nur ein kleiner Teil der Geschehnisse in Excel
Saga, aber ich will hier nicht zuviel verraten......
Wie schon oben erwähnt, ist Excel Saga einfach nur verrückt. Aber das macht diesen Anime so
interessant. Vor allem sucht man in den ersten Folgen fast vergeblich nach einer
Story, eigentlich bestehen sie nur aus einer Aneinanderreihung von Gags.
Die Charaktere stürzen von einer witzigen Situation in die nächste und der Zuschauer kommt aus dem Lachen nur sehr schwer wieder
raus. Mit der Zeit kann man dann zwei Haupthandlungsbögen verfolgen. Die Abenteuer von Excel und
Hyatt, sowie die Erlebnisse von Pedro, einem Kolumbianer in Japan, der versucht, genug Geld
zusammenzukriegen, um nach Hause zurückkehren zu können. Aber diese Handlungsbögen sind beinahe unwichtig im Vergleich zu dem was den eigentlichen Reiz der Serie
ausmacht. Es wird nämlich alles und jeder parodiert, der bzw. das die japanische und teilweise internationale Popkultur auszeichnet: Star
Wars, Matrix, Titanic, Disney, Rambo, Sailor Moon, Pokemon, Dragonball,
Lassie, Ghost - Nachricht von Sam, Film Noir, Microsoft und Windows sind nur wenige Opfer die auf die Schippe genommen werden.

Die Zeichnungen sind durchgehend von hoher Qualität,
weil die gesamte Serie ausschließlich am Computer produziert
wurde. Das Opening und das Ending passen sowieso zur abgedrehten Stimmung der
Serie. Die Hintergrundmusik ist unauffällig und passt sich der jeweiligen Situation
an. Insgesamt liefen von Excel Saga 25 Episoden von Oktober 1999 bis März 2000 im japanischen Fernsehen.
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