"Schaffen Sie sich ein Tagebuch an."

 

Wahrscheinlich wirst du den Tipp bekommen, Dir ein Tagebuch anzulegen, in das "alle deine Anteile" reinschreiben dürfen - vermutlich wird sich dein Therapeut so oder so ähnlich ausdrücken. Auch wenn dir das am Anfang etwas blöd vorkommen sollte und du dir denkst: "Meine Güte, wer hat denn heutzutage noch ein Tagebuch?" - ich kann dir versichern, dass dieser Tipp Gold wert ist.

Solltest du Viele sein, wird das Tagebuch eine wichtige Säule zur Kommunikation untereinander sein. Solltest du trotz Verdachts nicht Viele sein, wird es sicherlich trotzdem einen guten Grund geben, warum du in Behandlung bist, und das Tagebuch wird eine Möglichkeit sein, deine Gedanken, Gefühle und Probleme aufzuschreiben. Sie werden dadurch vielleicht nicht ständig in deinem Kopf herumschwirren, weil sie aufgeschrieben sind (salopp gesagt so ähnlich wie die Wirkung bei einem Einkaufszettel). Du wirst sie ordnen können, dir über deine Gefühle leichter klar werden.

Hier möchte ich anmerken, dass es auch noch Alternativen zum Tagebuchkauf gibt. Vielleicht kannst du die anderen schon in dir hören. Vielleicht legst du dir lieber ein privates Forum an (da du ja wahrscheinlich über das Internet zu dieser Fibel gestoßen bist, wirst du womöglich schon wissen, was das ist).